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Dachsanierung bei bewohntem Haus: So läuft die Baustelle ab, ohne dass Sie ausziehen müssen

| Dachsanierung

Von Rainer Thormählen Dachdecker GmbH & Co. KG · Meisterbetrieb seit 1995, Holthusen bei Schwerin

„Müssen wir dafür ausziehen?“ Diese Frage hören wir beim Ortstermin fast immer. Die kurze Antwort: in aller Regel nein. Eine Dachsanierung bei bewohntem Haus ist für uns der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die meisten Eigentümer in Schwerin und Umgebung bleiben während der Arbeiten zu Hause, schlafen in ihren Betten und gehen morgens zur Arbeit, während über ihnen das Dach erneuert wird.

Ganz ohne Folgen bleibt eine Baustelle auf dem eigenen Haus trotzdem nicht. Es wird laut, es kommt Dreck vom Dachboden, und für die Dauer der Arbeiten steht ein Gerüst vor den Fenstern. Wir erklären hier, wie der Ablauf einer Dachsanierung aussieht, wenn Sie wohnen bleiben, wie das Haus über Nacht dicht bleibt, womit Sie realistisch rechnen sollten – und was Vermieter mit ihren Mietern absprechen sollten.

Dachsanierung bewohnt: warum das meistens geht

Ein Steildach wird von außen saniert. Gearbeitet wird auf dem Gerüst und auf dem Dach, nicht in Ihren Räumen. Zwei Dinge entscheiden, wie viel Sie im Haus davon merken:

  • Ob der Dachraum bewohnt ist. Bei einem ungenutzten Spitzboden oder Dachboden bekommen die Wohnräume darunter vor allem Geräusche ab. Ist das Dachgeschoss ausgebaut, liegt die Baustelle direkt über Schlafzimmer oder Kinderzimmer – das braucht mehr Planung.
  • Wie gedämmt wird. Bei einer Aufsparrendämmung entsteht die Dämmebene auf den Sparren, die Dampfsperre wird von außen verlegt. Die Innenverkleidung bleibt, wie sie ist. Auch eine Zwischensparrendämmung lässt sich oft von außen einbauen. Muss dagegen von innen gearbeitet werden, sind einzelne Räume für diese Zeit nicht nutzbar. Das wissen wir nach dem Ortstermin und sagen es Ihnen vorher.

Welche Variante zu Ihrem Haus passt, hängt vom vorhandenen Aufbau ab. Einen Überblick gibt unser Beitrag Zwischensparren- oder Aufsparrendämmung? Was eine Dachsanierung bei uns grundsätzlich umfasst, steht auf unserer Leistungsseite zur Dachsanierung in Schwerin und Umgebung.

Der Ablauf einer Dachsanierung, Abschnitt für Abschnitt

Die Reihenfolge ist fest – jede Schicht baut auf der vorherigen auf. Was sich für Bewohner unterscheidet, ist die Planung drumherum.

1. Ortstermin: Dach prüfen und Alltag abfragen

Rainer Thormählen kommt als Meister selbst. Er sieht sich Eindeckung, Lattung, Anschlüsse und den Dachboden an und misst auf. Und er fragt Dinge, die nichts mit Ziegeln zu tun haben: Wer wohnt im Haus? Ist das Dachgeschoss bewohnt? Arbeitet jemand im Homeoffice oder in Schicht? Gibt es kleine Kinder, Pflegebedürftige, Haustiere? Wo kann das Gerüst stehen, wo der Container? Daraus entsteht der Plan, in welcher Reihenfolge wir die Dachflächen angehen.

Manchmal kommt dabei heraus, dass gar keine Sanierung nötig ist. Dann sagen wir das. Woran Sie den Unterschied erkennen, lesen Sie im Beitrag Dach reparieren oder sanieren?

2. Angebot und Zeitplan

Sie bekommen ein schriftliches Angebot, gegliedert nach Arbeitsschritten. Dazu besprechen wir den groben Ablauf: welche Dachseite zuerst, wann das Gerüst kommt, wann der Container steht. Eine Dauer in Tagen versprechen wir vorab nicht – die hängt von Dachgröße, Anschlüssen, Dämmung und vor allem vom Wetter ab. Sie wissen aber vor dem ersten Arbeitstag, was in welcher Reihenfolge passiert.

3. Gerüst, Container, Baustelleneinrichtung

Das Gerüst wird gestellt, an der Traufe mit Schutzwand gegen herabfallendes Material. Der Zugang zur Haustür bleibt frei – notfalls mit einem Durchgang unter dem Gerüst. Für Sie heißt das: Gartenmöbel, Pflanzkübel und Autos aus dem Arbeitsbereich, und vor den Fenstern stehen Gerüstrohre. Die Fenster lassen sich weiter öffnen.

4. Abdecken – immer nur so viel, wie am selben Tag wieder dicht wird

Die alte Eindeckung kommt herunter, dazu Lattung und alte Unterspannbahn. Wir decken nicht das ganze Dach auf einmal ab, sondern abschnittsweise. Geöffnet wird nur die Fläche, die wir am selben Tag wieder regensicher schließen können. Das ist bei einem bewohnten Haus keine Höflichkeit, sondern Pflicht.

5. Dachstuhl prüfen, Dämmung und Dampfsperre

Liegt der Dachstuhl frei, sehen wir, was vorher verdeckt war. Ist ein Sparren angegriffen, zeigen wir es Ihnen, bevor wir etwas Zusätzliches machen. Dann folgen – falls vereinbart – Dämmung und Dampfsperre mit verklebten Stößen und Anschlüssen.

6. Unterdeckbahn und Lattung

Die diffusionsoffene Unterdeckbahn wird von der Traufe zum First verlegt, jede Bahn überlappt die darunterliegende. Darauf kommen die Konterlattung parallel zu den Sparren und quer dazu die Traglattung. Spätestens mit der verlegten Unterdeckbahn ist der Abschnitt wieder geschützt.

7. Eindeckung und Anschlüsse

Die neuen Ziegel werden Reihe für Reihe von der Traufe zum First verlegt, dann folgen Ortgang, First, Anschlüsse an Schornstein, Wände und Dachfenster sowie Rinnen und Fallrohre. Ist eine Dachseite fertig, geht es auf der nächsten weiter.

8. Abnahme, Aufräumen, Gerüstabbau

Bevor das Gerüst abgebaut wird, nimmt Rainer Thormählen das Dach ab – erst allein, dann mit Ihnen. Solange das Gerüst steht, lässt sich jeder Punkt ohne Aufwand nacharbeiten. Danach räumen wir Grundstück und Rinnen von Bruch und Nägeln, der Container wird abgeholt, das Gerüst kommt weg.

Wetterschutz über Nacht: so bleibt das Haus dicht

Die größte Sorge bei einer Dachsanierung im bewohnten Haus ist nicht der Lärm, sondern der Regen. Zu Recht – in Mecklenburg liegt der Wetterbericht gern einmal daneben. Deshalb gilt bei uns:

  • Abschnittsweise öffnen. Wie groß ein Abschnitt ist, richtet sich nach Wetterlage und Mannschaftsstärke, nicht nach dem schnellsten Fortschritt.
  • Abends geschlossen. Was nicht fertig eingedeckt ist, wird vor Feierabend mit Unterdeckbahn oder einer gesicherten Plane regensicher abgedeckt. Die Planen werden so befestigt, dass Wind sie nicht anheben kann.
  • Wetter täglich im Blick. Sind Gewitter oder Sturm angesagt, wird an dem Tag nichts geöffnet. Dann wird gelattet, an Anschlüssen gearbeitet – oder gewartet.
  • Kontrolle vor dem Gehen. Bevor das Team die Baustelle verlässt, wird die Abdeckung geprüft. Merken Sie nach einem Unwetter trotzdem etwas, rufen Sie an – 03865 / 84 41 10.

Die Unterdeckbahn ist dabei die zweite wasserführende Ebene unter den Ziegeln. Als Dauerlösung ist sie nicht gedacht, für die Bauphase hält sie den Abschnitt aber dicht. Deshalb wird sie so früh wie möglich verlegt.

Lärm und Staub: womit Sie realistisch rechnen sollten

Wir versprechen keine leise Baustelle. Das wäre gelogen. Hier die ehrliche Einordnung:

  • Laut wird es beim Abdecken und Lattennageln. Ziegel werden abgenommen, alte Latten gelöst, neue genagelt. Dazu kommt das Schneiden von Ziegeln an Ortgang, Kehlen und Anschlüssen mit dem Trennschleifer. Das hört man im ganzen Haus – im ausgebauten Dachgeschoss deutlich.
  • Leiser wird es beim Eindecken. Das Verlegen der Ziegel selbst ist vergleichsweise ruhig.
  • Gearbeitet wird zu üblichen Arbeitszeiten. Abends und am Wochenende ist Ruhe. Wer im Homeoffice arbeitet, sucht sich für die lauten Tage am besten einen anderen Raum. Sagen Sie uns, wenn ein bestimmter Tag ruhig sein muss – oft lässt sich die Reihenfolge darauf abstimmen.
  • Staub kommt vor allem auf dem Dachboden an. Beim Abdecken fallen Schmutz, alte Mörtelreste und Staub von oben. Im ungenutzten Dachboden landet davon einiges. Räumen Sie ihn vorher leer oder decken Sie empfindliche Dinge mit Folie ab. Die Bodenluke bleibt während der Arbeiten geschlossen.
  • In den Wohnräumen bleibt es weitgehend sauber, solange nicht von innen gearbeitet wird. Fenster an der Seite, auf der gerade abgedeckt wird, halten Sie tagsüber besser geschlossen.
  • Draußen: Der Garten unter dem Gerüst ist Arbeitsbereich. Wäsche hängen Sie in dieser Zeit lieber nicht auf der Dachseite auf, Kinder und Haustiere bleiben vom Gerüst und vom Container weg.

Referenz: Mehrfamilienhaus bei laufender Nutzung

Dass es auch bei vielen Bewohnern geht, zeigt eines unserer Projekte: ein Mehrfamilienhaus, dessen Dach und Fassade wir komplett saniert haben. Das alte Dach war stark verwittert und bot keinen ausreichenden Wärmeschutz. Es bekam eine vollständige Neueindeckung mit engobierten Tondachziegeln und eine Aufsparrendämmung, die Fassade ein neues Wärmedämmverbundsystem.

Die Besonderheit: Das Gebäude blieb während der gesamten Sanierung bewohnt. Das ging nur mit genauer Planung – abschnittsweises Arbeiten, abendlicher Wetterschutz und die Abstimmung aller Gewerke untereinander. Die Aufsparrendämmung hatte dabei einen praktischen Vorteil: Weil alles von außen passierte, musste keine Wohnung im Dachgeschoss geräumt werden.

Abstimmung mit Bewohnern und Mietern

Im Einfamilienhaus sprechen wir direkt mit Ihnen. Bei vermieteten Häusern und Mehrfamilienhäusern sitzen mehr Leute mit am Tisch – und die wollen rechtzeitig Bescheid wissen. Bewährt hat sich:

  • Früh informieren. Mieter erfahren nicht am Morgen, dass ein Gerüst vor ihrem Fenster steht. Welche Ankündigungsfristen und Formalien für Sie als Vermieter gelten, klären Sie bitte mit Ihrem Eigentümerverband oder einer Rechtsberatung. Wir liefern Ihnen dafür Zeitplan und Arbeitsschritte.
  • Aushang im Treppenhaus. Wann das Gerüst kommt, wann abgedeckt wird, wann Balkone oder Dachfenster vorübergehend nicht nutzbar sind, wer der Ansprechpartner ist.
  • Ein fester Ansprechpartner. Fragen von Mietern laufen über Sie oder direkt über unser Büro in Holthusen – nicht über den Gesellen auf dem Gerüst, der gerade eine Kehle einbindet.
  • Zugang klären. Ob wir an den Dachboden oder an einzelne Dachfenster von innen heranmüssen, steht vorher fest. Dann kann jeder seinen Schlüssel oder einen Termin einplanen.
  • Besondere Lagen benennen. Schichtarbeiter, Neugeborene, Pflegebedürftige, Allergiker: Wer uns das vorher sagt, bekommt eine Reihenfolge, die darauf Rücksicht nimmt, soweit Wetter und Bauablauf es zulassen.

Das Wichtigste dabei: Es sind dieselben Leute von Anfang bis Ende auf der Baustelle. Keine wechselnden Kolonnen. Die Bewohner wissen nach zwei Tagen, wer da oben arbeitet.

Ihre Checkliste vor dem ersten Arbeitstag

  • Dachboden oder Spitzboden leer räumen, Rest mit Folie abdecken
  • Gartenmöbel, Pflanzkübel, Spielgeräte und Autos aus dem Gerüst- und Containerbereich holen
  • Nachbarn informieren, besonders bei Gerüst nah an der Grenze
  • Ruhige Termine (Prüfungen, Homeoffice-Tage, Feiern) bei uns ansagen
  • Antenne, Satellitenschüssel oder Blitzschutz auf dem Dach? Vorher abstimmen, wer ab- und wieder anbaut
  • Bei Vermietung: Mieter rechtzeitig informieren und Aushang machen

Kurz zusammengefasst

  • Bei einer Dachsanierung können Sie in aller Regel im Haus wohnen bleiben.
  • Abgedeckt wird abschnittsweise, abends wird regensicher geschlossen.
  • Laut wird es vor allem beim Abdecken, Nageln und Ziegelschneiden; Staub landet hauptsächlich auf dem Dachboden.
  • Aufsparrendämmung und Dämmung von außen halten die Wohnräume weitgehend frei von der Baustelle.
  • Bei Mietern zählt frühe, klare Information – Zeitplan und Ansprechpartner bekommen Sie von uns.

Dachsanierung in Schwerin und Umgebung: so fangen Sie an

Ihr Dach ist in die Jahre gekommen, und Sie wollen wissen, was nötig ist – und wie das mit Ihrem Alltag zusammenpasst? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular auf unserer Startseite. Rainer Thormählen kommt zum Ortstermin, prüft Ihr Dach und bespricht mit Ihnen, wie die Baustelle bei Ihnen im Haus ablaufen würde. Unser eingespieltes Team führt aus. Wir arbeiten in Schwerin und Umgebung – rund 50 km um Holthusen.

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Oder direkt anrufen: 03865 / 84 41 10 – bei uns geht ein Mensch ran.

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Bewohntes Backsteinhaus während der Dachsanierung: unten neue rotbraune Tonziegel, oben Unterdeckbahn mit Konter- und Traglattung, an der Traufe ein Gerüst mit Schutzwand, Gardinen in den Fenstern

KI-Darstellung: Dachsanierung an einem bewohnten Haus – Abschnitt für Abschnitt, der Rest bleibt geschlossen.

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