Sturmschäden am Dach: Was tun im Ernstfall?
Stürme können Dächer innerhalb weniger Minuten beschädigen. Was Sie zuerst tun sollten – und was besser nicht.
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Ein brauner Fleck an der Garagendecke, Tropfen am Lichtschalter im Anbau, eine feuchte Wand unter dem Balkon: Wenn das Flachdach undicht ist, wird es schnell ärgerlich. Denn anders als beim Steildach gibt es hier keine Eindeckung mit Lattung und Unterdeckbahn darunter, die als zweite Ebene Wasser ableitet. Beim Flachdach ist die Abdichtung alles. Hat sie eine Lücke, steht das Wasser früher oder später in der Dämmung oder im Raum.
Die gute Nachricht: Nicht jede undichte Stelle bedeutet ein neues Dach. Oft liegt die Ursache an einer einzigen Naht, einem Anschluss oder einem verstopften Ablauf. In diesem Beitrag zeigen wir die fünf häufigsten Ursachen, was Sie sofort tun können, was wir bei der Prüfung vor Ort ansehen – und wann eine Reparatur reicht und wann eine neue Abdichtungslage nötig wird.
Wasser läuft auf einem Flachdach nicht senkrecht nach unten. Es wandert unter der Abdichtung, in der Dämmung oder auf der Dampfsperre entlang, bis es irgendwo einen Weg nach innen findet. Der Fleck an der Decke kann deshalb mehrere Meter vom eigentlichen Leck entfernt sein. Wer nur über der feuchten Stelle flickt, hat das Problem oft nicht gelöst.
Und noch etwas: Nicht jede feuchte Stelle ist ein Leck. Fehlt die Dampfsperre oder ist sie beschädigt, zieht warme, feuchte Raumluft in den Dachaufbau, kühlt dort ab und schlägt sich als Tauwasser nieder. Das sieht von innen aus wie ein undichtes Dach, hat aber eine ganz andere Ursache – und braucht eine andere Lösung.
Ein Flachdach ist nie ganz flach. Die Fachregeln sehen für Abdichtungen ein planmäßiges Gefälle von mindestens zwei Prozent vor, damit Regen zu den Abläufen läuft. Ist das Gefälle zu gering, hat sich die Unterkonstruktion gesetzt oder ist die Dämmung zusammengedrückt, bleiben Pfützen stehen – oft tagelang.
Stehendes Wasser allein macht ein Dach nicht undicht. Es beschleunigt aber die Alterung: Schmutz und Laub setzen sich ab, Moos und Gräser wurzeln, im Winter arbeitet das Eis. Jede kleine Schwachstelle in einer Pfütze steht dauerhaft unter Wasser. Bei großen Mulden kommt das Gewicht hinzu, gerade auf leichten Dächern von Garagen und Anbauten.
Abdichtungen bestehen aus Bahnen – Bitumenbahnen werden überlappend verschweißt, Kunststoffbahnen mit Heißluft verschweißt oder verklebt. Die Naht ist die Stelle, an der zwei Bahnen eins werden müssen. Durch Alterung, Temperaturwechsel und Bewegungen im Untergrund lösen sich Nähte mit den Jahren. Manchmal war die Naht auch von Anfang an nicht sauber ausgeführt.
Offene Nähte sind von unten nicht zu sehen und von oben oft nur mit geübtem Blick. Typisch sind aufstehende Bahnenränder, Falten an der Überlappung oder Stellen, an denen sich eine Nahtkante mit dem Finger anheben lässt.
Blasen entstehen, wenn unter der Bahn Luft oder Feuchtigkeit eingeschlossen ist. Scheint die Sonne aufs dunkle Dach, dehnt sich der Inhalt aus und hebt die Bahn an. Eine Blase ist nicht automatisch ein Leck. Sie ist aber ein Hinweis: Entweder war der Untergrund beim Verlegen nicht trocken, oder es kommt Feuchtigkeit aus dem Aufbau nach. Wer auf Blasen tritt, riskiert Risse – und dann ist das Dach wirklich offen.
Die Fläche selbst ist selten das Problem. Undicht wird es meist dort, wo die Abdichtung auf etwas anderes trifft: an der Attika, an der Hauswand, an der Türschwelle zur Dachterrasse, an Lichtkuppeln, Lüfterrohren, Antennenfüßen oder Halterungen. An der Wand muss die Abdichtung nach den Fachregeln in der Regel mindestens 15 Zentimeter über die Dachoberfläche hochgeführt und oben sauber abgeschlossen werden, zum Beispiel mit einer Kappleiste.
Mit der Zeit lösen sich Anschlüsse, Dichtstoff versprödet, Bleche arbeiten. Auch nachträglich montierte Teile – eine Satellitenschüssel, ein Geländer, eine Klimaanlage – sind häufige Schwachstellen, wenn beim Einbau niemand an die Abdichtung gedacht hat.
Laub, Moos, Sand und Vogelnester – ein Dachablauf ist schnell zu. Dann steigt das Wasser auf dem Dach. Erreicht es die Oberkante eines Anschlusses oder einer Türschwelle, läuft es dahinter und darunter, auch wenn die Abdichtung selbst intakt ist. Gerade nach dem Herbst oder nach Starkregen ist ein verstopfter Ablauf eine der häufigsten Ursachen für plötzlich auftretende Feuchtigkeit. Wo es einen Notüberlauf gibt, muss auch der frei sein.
Erreichbar sind wir unter 03865 / 84 41 10. Sie können uns Ihr Anliegen auch über das Kontaktformular auf unserer Startseite schicken – wir melden uns zeitnah mit einem Terminvorschlag.
Eine seriöse Aussage über ein undichtes Flachdach gibt es nicht am Telefon und nicht nach einem Foto. Bei der Prüfung vor Ort schauen sich unsere erfahrenen Dachdecker das Dach systematisch an:
Für Lecks, die sich so nicht finden lassen, gibt es spezielle Ortungsverfahren. Ob das bei Ihrem Dach nötig ist, sagen wir Ihnen nach der ersten Prüfung. Danach berät Sie Rainer Thormählen als Meister persönlich und sagt Ihnen ehrlich, was zu tun ist – und was nicht.
Dann wird die Stelle fachgerecht geöffnet, getrocknet und mit passendem Material neu abgedichtet. Wichtig ist, dass das Material zur vorhandenen Abdichtung passt – nicht jede Bahn lässt sich mit jeder verbinden.
In diesem Fall kann auf die vorhandene Abdichtung eine neue Lage aufgebracht werden – eine sogenannte Regenerierungs- oder Sanierungslage. Der alte Aufbau bleibt liegen, das Dach bekommt eine neue, durchgehende Haut. So haben wir zum Beispiel ein Flachdach mit rund 1.100 m² erneuert, inklusive PV-Anlage obendrauf und ohne den Betrieb darunter zu unterbrechen.
Welcher der drei Wege auf Ihr Dach zutrifft, entscheidet nicht das Alter allein, sondern der Zustand von Abdichtung, Dämmung und Anschlüssen. Was wir bei Flachdächern, Balkonen, Terrassen und Gewerbedächern im Einzelnen machen – von Bitumen über Kunststoffbahnen bis Flüssigkunststoff –, lesen Sie auf unserer Leistungsseite Flachdach und Abdichtung. Wie sich die drei Systeme unterscheiden und welches zu Garage, Balkon oder Halle passt, erklären wir im Beitrag Bitumen, Folie oder Flüssigkunststoff.
Ob ein Steildach saniert werden muss, zeigt unser Beitrag Dachsanierung oder Reparatur? Woran Sie erkennen, was Ihr Dach wirklich braucht.
Sie müssen nicht selbst herausfinden, woher das Wasser kommt. Unsere erfahrenen Dachdecker sehen sich Ihr Flachdach vor Ort an – Fläche, Nähte, Anschlüsse, Abläufe und Aufbau. Danach bekommen Sie eine ehrliche Einschätzung vom Meister. Manchmal lautet sie: Eine Reparatur reicht.
Wir arbeiten in Schwerin und Umgebung – rund 50 km um Holthusen. Rainer Thormählen Dachdecker GmbH & Co. KG, Meisterbetrieb seit 1995.
Oder direkt anrufen: 03865 / 84 41 10 – bei uns geht ein Mensch ran.
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