Dachgaube planen: Genehmigung, Bauweise und was sie für den Wohnraum bringt
Gaubenformen, Statik, Anschluss an Dachhaut, Dämmung und Dampfsperre, Fenster und Genehmigung.
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Von Rainer Thormählen Dachdecker GmbH & Co. KG · Meisterbetrieb seit 1995, Holthusen bei Schwerin
Die Terrasse soll auch bei Nieselregen nutzbar sein, an der Haustür will niemand mehr im Regen nach dem Schlüssel suchen. Eine Terrassenüberdachung aus Holz in Schwerin und Umgebung oder ein Vordach aus Holz am Eingang löst beides – wenn sie richtig gebaut ist. Denn eine Überdachung ist ein kleines Dach: Sie muss Lasten tragen, dicht sein, das Wasser sauber abführen und das eigene Holz vor Nässe schützen.
In diesem Beitrag gehen wir die Punkte der Reihe nach durch: Holzarten, Anschluss ans Haus, Eindeckung, Rinne und Fallrohr, konstruktiver Holzschutz und Pflege. Was wir als Dachdecker rund um Dachstuhl, Gauben und Überdachungen bauen, finden Sie auf unserer Leistungsseite Holzarbeiten.
Viele Überdachungen scheitern nicht am Holz, sondern an den Übergängen: am Anschluss zur Hauswand, an einer Rinne ohne Gefälle, an Pfosten, die im Spritzwasser stehen. Genau das sind Dachdecker-Themen. Bei uns kommen Holzkonstruktion, Eindeckung, Wandanschluss und Entwässerung aus einer Hand – und passen dadurch zusammen.
Eine Abgrenzung vorweg: Eine Terrassenüberdachung ist offen und unbeheizt. Sie braucht keine Dämmung und keine Dampfsperre. Das ist der Unterschied zum Wintergarten – der ist ein beheizter Raum mit ganz anderen Anforderungen.
Welches Holz passt, hängt davon ab, wie stark ein Bauteil bewittert wird und wie es aussehen soll.
KVH ist technisch getrocknet, maßhaltig, gehobelt und meist aus Fichte. Es reißt wenig und verzieht sich kaum – ideal für Sparren und Pfetten unter einer dichten Eindeckung. Fichte ist von Natur aus aber nicht witterungsbeständig. Bauteile aus KVH müssen deshalb konstruktiv vor Regen geschützt sein oder eine Beschichtung bekommen. Für größere Spannweiten kommt Brettschichtholz (Leimbinder) zum Einsatz.
Das Kernholz der Lärche ist harzreich und deutlich widerstandsfähiger als Fichte. Es eignet sich für Pfosten, Balken und sichtbare Teile, die Wetter abbekommen. Unbehandelt vergraut Lärche mit der Zeit silbergrau. Das ist kein Schaden, sondern Optik. Wer den warmen Holzton behalten will, muss regelmäßig lasieren.
Douglasie liegt in der Dauerhaftigkeit ähnlich wie Lärche, ist oft in größeren Querschnitten und Längen verfügbar und hat eine rötliche Färbung. Auch hier gilt: Haltbar ist das Kernholz. Splintholz, der helle äußere Teil des Stamms, ist bei beiden Hölzern nicht witterungsbeständig und gehört nicht in bewitterte Bauteile.
Ein Hinweis zu den Verbindungsmitteln: Lärche und Douglasie enthalten Gerbstoffe. Normaler Stahl kann dunkle Verfärbungen hinterlassen und rostet schneller. Darum verwenden wir an bewitterten Stellen Schrauben und Beschläge aus Edelstahl oder feuerverzinktem Stahl.
Eine Terrassenüberdachung wird meist an der Hauswand befestigt und steht vorn auf Pfosten. Ein Vordach hängt oft ganz an der Wand oder wird von Kopfbändern gestützt. In beiden Fällen gilt: Die Wand muss die Last aufnehmen können, und der Anschluss muss dicht sein.
Dort, wo das Überdachungsdach an die Hauswand stößt, kommt ein Wandanschlussblech mit Kappleiste. Es führt das Wasser, das an der Fassade herunterläuft, auf die Eindeckung – statt hinter die Wandpfette. Ein fehlender oder schlecht verfugter Wandanschluss ist der häufigste Grund für nasse Wandpfetten und Feuchteflecken an der Fassade.
Die Konstruktion muss Schnee und Wind tragen, bei Ziegeln auch ein beachtliches Eigengewicht. Querschnitte und Abstände werden danach bemessen. Die Pfosten stehen auf Fundamenten, die frostfrei gegründet sind – sonst hebt der Frost sie im Winter an. Ob eine Überdachung verfahrensfrei ist oder eine Genehmigung braucht, hängt von Größe, Tiefe, Abstand zur Grundstücksgrenze und Bebauungsplan ab. Verbindlich klärt das die Bauaufsicht der Stadt Schwerin oder des Landkreises. Wir sind Dachdecker, keine Rechtsberater, sagen Ihnen aber, was wir aus Erfahrung wissen.
Die Eindeckung bestimmt, wie hell es unter dem Dach ist, wie schwer die Konstruktion wird und welche Dachneigung sie braucht.
Glas lässt das meiste Licht durch und wirkt leicht. Über Kopf ist Verbundsicherheitsglas (VSG) vorgeschrieben: Bricht die Scheibe, hält die Folie die Splitter zusammen. Die Scheiben liegen auf den Sparren in Profilen mit Dichtungen und Deckleisten. Eine Mindestneigung sorgt dafür, dass Regen und Schmutz ablaufen. Bedenken Sie: Unter Glas wird es im Sommer warm. Eine Beschattung lässt sich gleich mit einplanen.
Stegplatten aus Polycarbonat oder Acryl sind leichter als Glas und lichtdurchlässig. Sie dehnen sich bei Wärme deutlich aus. Darum werden sie mit Spiel in passenden Profilen verlegt, nie starr verschraubt, und die Stege laufen in Gefällerichtung, damit Kondenswasser ablaufen kann. Die offenen Kanten werden verschlossen, damit sich kein Schmutz in den Kammern sammelt. Die Verlegeangaben des Herstellers sind hier verbindlich.
Eine Ziegeleindeckung passt optisch am besten zum norddeutschen Haus mit Ziegeldach – etwa mit der gleichen Hohlpfanne wie auf dem Hauptdach. Aufgebaut wird sie wie ein kleines Steildach: Sparren, Unterdeckbahn als zweite wasserführende Schicht, Konterlattung, Lattung, Eindeckung. Wichtig ist die Neigung: Jeder Ziegel hat eine Regeldachneigung, die nicht unterschritten werden darf, sonst drückt Wind das Wasser unter die Ziegel. Ein Ziegeldach ist schwer, die Holzkonstruktion fällt entsprechend kräftiger aus. Und es ist dunkler darunter – dafür im Sommer angenehm kühl. Mehr zur Wahl des Ziegels lesen Sie im Beitrag über Tonziegel oder Betondachstein.
Für sehr flache Vordächer gibt es eine vierte Möglichkeit: eine Schalung mit Abdichtung aus Bitumen oder Kunststoffbahn, mit Gefälle zur Rinne. Welche Abdichtung wofür taugt, erklärt der Beitrag Bitumen, Folie oder Flüssigkunststoff.
Eine Überdachung sammelt Regen auf ihrer ganzen Fläche – und gibt ihn an einer Kante wieder ab. Ohne Rinne fällt er als Schwall auf die Terrasse, spritzt an Pfosten und Fassade und weicht den Boden auf.
Am Eingang zählt jeder Tropfen. Das Wasser darf nicht vor die Haustür oder auf die Stufen laufen – dort friert es im Winter. Ein Vordach bekommt deshalb sein Gefälle zur Seite oder nach vorn weg vom Weg, mit Rinne und Fallrohr seitlich der Tür. Bei kleinen Vordächern reicht manchmal eine Tropfkante, die das Wasser in ein Beet abgibt. Und: Ein Vordach muss weit genug auskragen, damit es Sie beim Aufschließen wirklich schützt.
Holz verrottet nicht, weil es nass wird, sondern weil es nicht wieder trocknet. Konstruktiver Holzschutz heißt: so bauen, dass Wasser abläuft und das Holz abtrocknen kann. Das wirkt dauerhaft und kommt ohne Chemie aus.
Chemischer Holzschutz kommt nur dort zum Einsatz, wo die Konstruktion allein nicht reicht. Gut gebaut, braucht eine Überdachung aus Lärche oder Douglasie meist keinen.
Wie lange es dauert, hängt von Größe, Eindeckung und Wetter ab. Den Zeitrahmen nennen wir Ihnen im Angebot.
Sie haben eine Frage zu Ihrer Terrasse oder Ihrem Eingang? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular auf unserer Startseite oder rufen Sie an: 03865 / 84 41 10 – bei uns geht ein Mensch ran.
Bevor eine Überdachung geplant wird, sehen wir uns Wand, Untergrund und Wasserweg an. Rainer Thormählen berät Sie als Meister persönlich und sagt Ihnen ehrlich, was bei Ihnen sinnvoll ist. Den Bau übernimmt sein eingespieltes Team – Holz, Eindeckung und Entwässerung aus einer Hand.
Wir arbeiten in Schwerin und Umgebung – rund 50 km um Holthusen.
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