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Neueindeckung Schritt für Schritt: Vom Aufmaß bis zur Abnahme

| Neueindeckung

Von Rainer Thormählen Dachdecker GmbH & Co. KG · Meisterbetrieb seit 1995, Holthusen bei Schwerin

Ein neues Dach ist für die meisten Eigentümer eine einmalige Sache. Entsprechend groß sind die Fragen: Wie lange ist das Haus offen? Wer läuft da eigentlich auf meinem Grundstück herum? Und woran erkenne ich, dass sauber gearbeitet wurde? Wer sein Dach neu eindecken lässt – ob in Schwerin, Wittenförden oder Pampow –, sollte den Ablauf vorher kennen. Dann weiß man, was als Nächstes kommt, und muss nichts glauben, sondern kann zusehen.

In diesem Beitrag gehen wir den Weg einmal komplett durch: vom ersten Ortstermin über Angebot, Gerüst und Abdecken bis zur Abnahme durch den Meister und dem Abtransport des Containers. Am Ende steht eine Übersicht, wer wann auf Ihrer Baustelle ist.

Neueindeckung: der Ablauf im Überblick

  1. Ortstermin und Aufmaß
  2. Angebot mit klaren Positionen
  3. Gerüst und Baustelleneinrichtung
  4. Abdecken der alten Eindeckung
  5. Dachstuhl prüfen
  6. Dämmung und Dampfsperre (wenn vorgesehen)
  7. Unterdeckbahn, Konterlattung, Traglattung
  8. Eindeckung
  9. Anschlüsse und Dachentwässerung
  10. Abnahme durch den Meister
  11. Entsorgung, Gerüstabbau, aufgeräumte Baustelle

Die Reihenfolge ist kein Ermessen. Jede Schicht baut auf der vorherigen auf. Was wir je Schritt tun und worauf Sie achten können, steht darunter. Was eine Neueindeckung bei uns grundsätzlich umfasst, finden Sie auf unserer Leistungsseite zur Neueindeckung in Schwerin und Umgebung.

1. Ortstermin und Aufmaß: erst prüfen, dann planen

Am Anfang steht nicht das Angebot, sondern der Blick aufs Dach. Rainer Thormählen kommt als Meister selbst zum Ortstermin. Er schaut sich die vorhandene Eindeckung an, den Zustand von Lattung und Unterspannbahn – soweit sichtbar –, Schornstein, Dachfenster, Kehlen und Wandanschlüsse. Auch der Dachboden gehört dazu: Feuchteflecken, Zustand der Sparren, vorhandene Dämmung.

Dann wird aufgemessen: Dachfläche, Dachneigung, Traufen- und Ortganglängen, First und Grate, Anzahl und Größe der Durchdringungen. Daraus ergeben sich Materialmengen und Arbeitsaufwand. Außerdem klären wir vor Ort ganz praktische Dinge: Wo kann das Gerüst stehen? Wo der Container? Kommt ein Lkw mit dem Material an das Haus heran?

Und ehrlich gesagt: Manchmal endet der Termin mit der Erkenntnis, dass gar keine Neueindeckung nötig ist. Wenn eine Reparatur reicht, sagen wir das. Woran Sie den Unterschied erkennen, lesen Sie in unserem Beitrag Dach reparieren oder sanieren?

2. Das Angebot: nachvollziehbar statt pauschal

Nach dem Aufmaß bekommen Sie ein schriftliches Angebot. Es ist nach Arbeitsschritten gegliedert, damit Sie sehen, wofür welche Position steht – typischerweise:

  • Gerüst und Absturzsicherung
  • Abdecken der alten Eindeckung, Rückbau von Lattung und alter Bahn
  • Entsorgung der Altmaterialien
  • Unterdeckbahn, Konter- und Traglattung
  • Dämmung und Dampfsperre, falls vereinbart
  • Eindeckmaterial mit Formziegeln für Ortgang, First und Lüftung
  • Anschlüsse an Schornstein, Wände, Dachfenster
  • Dachrinnen und Fallrohre

Vor der Beauftragung legen Sie zusammen mit uns das Material fest – Tonziegel oder Betondachstein, Form, Farbe, Oberfläche. Die Entscheidung muss früh fallen, weil das Ziegelmodell das Lattmaß bestimmt und manche Ziegel Lieferzeit haben. Eine sachliche Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag Tonziegel oder Betondachstein?

Was im Angebot nicht seriös vorab feststehen kann, benennen wir offen. Beispiel: der Zustand der Sparren unter der alten Eindeckung. Den sieht man vollständig erst, wenn das Dach offen ist.

3. Gerüst und Baustelleneinrichtung

Vor dem ersten Arbeitstag auf dem Dach steht das Gerüst. An der Traufe gehört eine Absturzsicherung dazu, die auch herabfallendes Material auffängt. Wer das Gerüst stellt und wie lange es steht, ist im Angebot geregelt. Der Container für Altmaterial kommt meist kurz vorher.

Für Sie als Eigentümer ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Nachbarn zu informieren – vor allem, wenn das Gerüst nah an der Grundstücksgrenze steht. Und: Pflanzkübel, Gartenmöbel und Autos gehören aus dem Arbeitsbereich unter dem Gerüst.

4. Abdecken: abschnittsweise und abends dicht

Jetzt wird die alte Eindeckung abgenommen, dazu Lattung und alte Unterspannbahn, soweit sie erneuert werden. Wir decken abschnittsweise ab, nicht das ganze Dach auf einmal. So ist immer nur der Teil offen, an dem gerade gearbeitet wird. Was abends nicht geschlossen ist, wird mit Bahn oder Plane regensicher abgedeckt – gerade in Mecklenburg, wo der Wetterbericht gern einmal danebenliegt.

Ein Sonderfall sind alte Faserzement-Eindeckungen aus der Zeit vor 1993. Sie können Asbest enthalten. Dann gelten für Ausbau und Entsorgung besondere Vorschriften. Ob das bei Ihrem Dach ein Thema ist, klären wir beim Aufmaß und benennen es im Angebot – nicht erst, wenn das Gerüst steht.

5. Dachstuhl prüfen: der Blick unter die Haut

Ist das Dach offen, liegt der Dachstuhl frei. Jetzt sehen wir, was vorher verdeckt war: feuchte oder angegriffene Sparren, Schäden an Fußpfette oder Traufbohle. Meist ist alles in Ordnung. Wenn nicht, informieren wir Sie, bevor wir etwas Zusätzliches machen – mit Foto und einer klaren Aussage, was nötig ist. Kleinere Holzarbeiten erledigen wir selbst; mehr dazu auf unserer Seite Holzarbeiten.

6. Dämmung und Dampfsperre

Eine Neueindeckung ist der beste Zeitpunkt, das Dach zu dämmen – später kommt man nie wieder so leicht an die Fläche heran. Ob und wie gedämmt wird, steht vorher im Angebot. Die zwei üblichen Wege:

  • Aufsparrendämmung: Auf den Sparren entsteht eine durchgehende Dämmschicht, darunter liegt die Dampfsperre auf einer Schalung. Alles geschieht von außen, die Räume darunter bleiben unberührt. Das Dach wird dabei insgesamt höher, Traufe und Ortgang werden angepasst.
  • Zwischensparrendämmung: Die Dämmung kommt in die Gefache zwischen den Sparren. Die Dampfsperre liegt raumseitig. Ist das Dachgeschoss ausgebaut, muss genau geplant werden, wie sie lückenlos und mit verklebten Stößen eingebaut wird.

Welcher Weg zu Ihrem Haus passt, erklären wir im Beitrag Zwischensparren- oder Aufsparrendämmung? Ob beim Neueindecken auch Anforderungen an den Wärmeschutz greifen, hängt vom Einzelfall ab – das besprechen wir mit Ihnen im Beratungsgespräch.

7. Unterdeckbahn und Lattung: die unsichtbare Sicherheit

Was später keiner mehr sieht, entscheidet mit, ob das Dach auf Dauer trocken bleibt. Die Reihenfolge von innen nach außen:

  1. Unterdeckbahn: Die diffusionsoffene Unterdeckbahn wird von der Traufe zum First verlegt, jede Bahn überlappt die darunterliegende. Sie ist die zweite wasserführende Ebene: Was bei Schlagregen oder Flugschnee unter die Ziegel gelangt, läuft auf ihr zur Traufe ab. Und sie lässt Feuchtigkeit aus dem Dach nach außen entweichen.
  2. Konterlattung: Die Konterlatten laufen auf der Bahn parallel zu den Sparren. Sie halten die Bahn fest und schaffen den Lüftungsraum unter der Eindeckung.
  3. Traglattung: Quer zur Konterlattung folgen die Traglatten. Auf ihnen hängen später die Ziegel. Ihr Abstand – das Lattmaß – ergibt sich aus dem gewählten Ziegelmodell und der Sparrenlänge und wird vor dem Nageln eingeteilt.

Spätestens mit der Unterdeckbahn ist das Haus von oben wieder geschützt. Die Eindeckung ersetzt sie aber nicht – dafür ist sie nicht gemacht.

8. Eindeckung: Reihe für Reihe von der Traufe zum First

Jetzt kommen die Ziegel aufs Dach. Gedeckt wird von unten nach oben, damit jede Reihe die darunterliegende überdeckt. Dazu gehören Ortgangziegel an den seitlichen Rändern, Lüftungsziegel und am Ende der First mit Firstanschluss, der die Luft aus dem Lüftungsraum abziehen lässt. Die Ziegel werden nach den Fachregeln gegen Windsog befestigt – an Traufe, Ortgang und First stärker als in der Fläche. Bei den Herbststürmen, die in Mecklenburg zuverlässig kommen, ist das keine Nebensache.

9. Anschlüsse und Dachentwässerung

Die Fläche zu decken ist Routine. Die eigentliche Handwerkskunst steckt in den Anschlüssen. Schornstein, Wände, Gauben, Kehlen und Dachfenster werden so eingebunden, dass Wasser keinen Weg nach innen findet. Dachfenster bekommen einen Eindeckrahmen, der an die Unterdeckbahn und die Ziegelfläche angeschlossen wird – mehr zum Thema auf unserer Seite Dachfenster & Rolladen. Zum Schluss werden Rinnen und Fallrohre montiert oder an die neue Traufe angepasst.

Wenn bei Ihnen eine Antenne, eine Satellitenschüssel oder eine Blitzschutzanlage auf dem Dach sitzt, stimmen wir vorher ab, wer sie ab- und wieder anbaut.

10. Die Abnahme: der Meister geht mit Ihnen übers Ergebnis

Bevor das Gerüst abgebaut wird, nimmt Rainer Thormählen das Dach ab – zuerst allein, dann gemeinsam mit Ihnen. Er prüft die Anschlüsse an Schornstein und Wänden, Ortgang und First, die Befestigung der Ziegel, die Rinnen und das Gefälle. Solange das Gerüst noch steht, lässt sich jeder Punkt ohne Aufwand nacharbeiten. Deshalb kommt die Abnahme vor dem Abbau, nicht danach.

Sie bekommen dabei erklärt, was gemacht wurde, und können jede Frage stellen. Was besprochen ist, wird festgehalten.

11. Entsorgung und Aufräumen

Alte Ziegel, Lattung und Bahnen werden getrennt und fachgerecht entsorgt – über den Container, der danach abgeholt wird. Wir räumen Grundstück und Rinnen von Bruch und Nägeln, bevor wir gehen. Das Gerüst wird nach der Abnahme abgebaut. Zurück bleibt ein neues Dach und kein Bauschutt.

Wer wann auf Ihrer Baustelle ist

  • Rainer Thormählen, Dachdeckermeister: Ortstermin und Aufmaß, Beratung und Angebot, Abstimmung bei Überraschungen im Dachstuhl, Abnahme. Er ist Ihr Ansprechpartner von Anfang bis Ende.
  • Unser Büro in Holthusen: Terminplanung, Materialbestellung, Abrechnung. Hier geht ein Mensch ans Telefon.
  • Gerüstbau: vor dem ersten Arbeitstag und nach der Abnahme.
  • Unser eingespieltes Dachdecker-Team: vom Abdecken über Lattung, Dämmung und Eindeckung bis zu den Anschlüssen. Dieselben Leute von Anfang bis Ende – keine wechselnden Kolonnen.
  • Containerdienst: Aufstellen vor dem Abdecken, Abholen nach dem Aufräumen.
  • Weitere Gewerke nur bei Bedarf: zum Beispiel für Antenne oder Blitzschutz – abgestimmt, bevor es losgeht.

Wie lange eine Neueindeckung dauert, nennen wir nicht pauschal. Das hängt von Dachgröße, Dachform, Anschlüssen, Dämmung und Wetter ab. Eine belastbare Einschätzung bekommen Sie nach dem Aufmaß – für Ihr Dach, nicht für ein Durchschnittsdach. Übrigens: Bewohnt bleiben kann das Haus während der Arbeiten in aller Regel. Wir haben auch schon ein Mehrfamilienhaus bei laufender Nutzung neu eingedeckt.

Kurz zusammengefasst

  • Zuerst prüft der Meister vor Ort, ob eine Neueindeckung überhaupt nötig ist, und misst auf.
  • Das Angebot ist nach Arbeitsschritten gegliedert; Material wird vor Auftrag festgelegt.
  • Abgedeckt wird abschnittsweise, abends wird regensicher geschlossen.
  • Von innen nach außen: Dämmung mit Dampfsperre, Unterdeckbahn, Konterlattung, Traglattung, Eindeckung, Anschlüsse.
  • Die Abnahme durch den Meister kommt vor dem Gerüstabbau.

Ihr Dach neu eindecken in Schwerin und Umgebung: so fangen Sie an

Sie überlegen, Ihr Dach neu eindecken zu lassen, oder wollen erst einmal wissen, ob es so weit ist? Rufen Sie an oder nutzen Sie das Kontaktformular auf unserer Startseite. Rainer Thormählen kommt zum Ortstermin, schaut sich Ihr Dach an und sagt Ihnen ehrlich, was nötig ist. Unser eingespieltes Team führt aus. Wir arbeiten in Schwerin und Umgebung – rund 50 km um Holthusen.

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Backsteinhaus während der Neueindeckung: unten bereits neue rotbraune Tonziegel, oben graue Unterdeckbahn mit Konter- und Traglattung, an der Traufe ein Gerüst

KI-Darstellung: Dach während der Neueindeckung – Unterdeckbahn, Lattung und die ersten neuen Ziegelreihen.

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