Dachgaube planen: Genehmigung, Bauweise und was sie für den Wohnraum bringt
Gaubenformen, Statik, Anschluss an Dachhaut, Dämmung und Dampfsperre, Fenster und Genehmigung: was Sie vor dem Bau einer Gaube wissen sollten.
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Von Rainer Thormählen Dachdecker GmbH & Co. KG · Meisterbetrieb seit 1995, Holthusen bei Schwerin
Sie haben einen Altbau gekauft, ein Elternhaus übernommen oder wollen das Dachgeschoss ausbauen. Von unten sieht das Dach ordentlich aus. Aber was ist mit dem Holz darunter? Sparren, Pfetten und Kehlbalken sind oft 60, 80 oder mehr Jahre alt. Ob sie noch tragen, sieht man nicht von der Straße aus. Wer den Dachstuhl prüfen lässt, bevor gedämmt, ausgebaut oder neu eingedeckt wird, weiß, worauf er baut.
In diesem Beitrag zeigen wir, woran Sie Feuchteschäden, Schädlingsbefall, Durchbiegung und lockere Verbindungen erkennen, wie wir vor Ort prüfen und wann Ertüchtigen reicht oder Erneuern nötig wird. Was wir am Dachstuhl selbst ausführen – vom Austausch einzelner Hölzer bis zur Gaube –, steht auf unserer Leistungsseite Holzarbeiten.
Ein Dachstuhl aus Vollholz kann viele Generationen halten – wenn er trocken bleibt und niemand ungeplant hineinsägt. Prüfen lohnt sich vor allem an diesen Punkten:
Trockenes Bauholz ist erstaunlich dauerhaft. Problematisch wird es, wenn das Holz über längere Zeit feucht bleibt. Dann haben holzzerstörende Pilze leichtes Spiel – und die schwächen das Holz oft von innen, bevor man außen viel sieht.
Ein Sonderfall ist der Echte Hausschwamm. Er kann Mauerwerk durchwachsen und sich weit vom Feuchteherd ausbreiten. Besteht der Verdacht, gehört ein Holzschutz-Sachverständiger dazu, der den Befall eingrenzt und die Sanierung vorgibt.
Im Dachstuhl sind vor allem zwei Käfer zu Hause. Beide leben als Larve im Holz und fressen es von innen.
Entscheidend ist, ob der Befall noch aktiv ist. Helles, frisches Bohrmehl unter den Löchern spricht dafür, dunkle, verstaubte Löcher eher für einen alten, erloschenen Befall. Aktiver Befall muss bekämpft werden, bevor neu gedämmt oder verkleidet wird – das übernimmt ein Fachbetrieb für Holzschutz, zum Beispiel mit dem Heißluftverfahren. Danach entscheidet die Restfestigkeit, ob das Holz bleiben kann.
Eine Durchbiegung sehen Sie oft von außen besser als von innen. Stellen Sie sich mit etwas Abstand vor das Haus und schauen Sie an First und Ziegelreihen entlang:
Die Ursachen sind meist nachvollziehbar: Sparren, die für die damalige Eindeckung knapp bemessen waren, eine spätere schwerere Eindeckung, entfernte Stützen oder durchgesägte Kehlbalken beim Ausbau, oder Holz, das durch Feuchte und Befall an Querschnitt verloren hat. Eine leichte, alte Verformung, die sich nicht weiter bewegt, ist nicht automatisch ein Problem. Wichtig ist, ob sie weitergeht und ob die Konstruktion die geplanten neuen Lasten trägt.
Ein Dachstuhl ist nur so stark wie seine Verbindungen. In alten Dächern sind das meist Zimmermannsverbindungen – Zapfen, Versatz, Blatt, gesichert mit Holznägeln. In jüngeren Dächern kommen Nägel, Bolzen und Stahlbleche dazu. Darauf achten wir:
Eine Prüfung des Dachstuhls ist Handarbeit mit einfachen Mitteln und viel Erfahrung. Rainer Thormählen schaut sich als Meister Dachboden und Dach mit Ihnen an. So läuft der Termin:
Was wir nicht ersetzen: einen statischen Nachweis. Sollen Lasten verändert werden – schwerere Eindeckung, Aufsparrendämmung, Gaube, Photovoltaik – oder ist der Schaden groß, rechnet ein Tragwerksplaner nach. Bei Pilz- oder Schädlingsverdacht holen wir einen Holzschutz-Sachverständigen dazu. Wir stimmen uns mit beiden ab, damit Sie nicht drei Gesprächspartner koordinieren müssen.
Liegt der Dachboden hinter einer Verkleidung, sehen wir nur, was zugänglich ist. Dann besprechen wir, wo es sich lohnt, eine Stelle gezielt zu öffnen.
Die gute Nachricht vorweg: In den meisten Fällen muss nicht der ganze Dachstuhl weg. Wir ertüchtigen, wo es fachlich geht, und erneuern, wo es nötig ist.
Typische Maßnahmen: Sparren seitlich aufdoppeln, also mit neuen Hölzern verstärken, morsche Sparrenfüße abschneiden und neu anschuhen, einzelne Hölzer austauschen, gelöste Verbindungen nachsetzen und sichern, zusätzliche Kehlbalken oder Stützen einbauen. Die Ursache des Schadens wird dabei immer mit behoben – sonst fängt das Spiel von vorn an.
Wo genau die Grenze liegt, entscheidet sich am einzelnen Dach. Das sagen wir Ihnen nach der Prüfung offen – auch dann, wenn die Antwort lautet: „Das Holz ist in Ordnung, Sie brauchen nichts zu tun.“
Der beste Zeitpunkt für Arbeiten am Dachstuhl ist, wenn die Eindeckung ohnehin herunterkommt. Dann liegen die Sparren von oben frei, Schäden sind gut zu sehen und lassen sich ohne Umwege beheben. Bei einer Dachsanierung oder Neueindeckung prüfen wir deshalb den Dachstuhl immer mit:
Ob ein Dach saniert werden muss oder eine Reparatur reicht, hängt also auch am Holz. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Dachsanierung oder Reparatur: Woran Sie erkennen, was Ihr Dach braucht. Planen Sie zusätzlich eine Gaube, gehört der Dachstuhl ohnehin auf den Prüfstand – siehe Dachgaube planen.
Sie haben einen Altbau übernommen und wollen wissen, wie es um Ihren Dachstuhl steht? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular auf unserer Startseite oder rufen Sie an: 03865 / 84 41 10 – bei uns geht ein Mensch ran.
Bevor gedämmt, ausgebaut oder neu eingedeckt wird, sehen wir uns Ihren Dachstuhl an. Rainer Thormählen berät Sie als Meister persönlich und sagt Ihnen ehrlich, was das Holz noch leistet und was es braucht. Die Arbeiten übernimmt sein eingespieltes Team – Holz, Eindeckung und Dämmung aus einer Hand.
Wir arbeiten in Schwerin und Umgebung – rund 50 km um Holthusen.
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